Über das “Schipper Klottje Leer” e.V.

Das “Schipper Klottje” in Leer ist ein selbständiger Verein mit gut 100 Freiwilligen, Frauen und Männer. Sie haben sich unter der Leitlinie

„Wir möchten “LEER – Historische Altstadt” mit Leben füllen, möchten Menschen zusammen führen“

zusammengefunden.

Mehr als 20 Jahre schon, aus kleinsten Anfängen, folgen Sie diesem Credo.

1994 luden sie zum ersten Treffen Traditions-Schiffe unner d’ Rathuustoorn ein. Inzwischen haben sich diese zweijährigen Treffen zu einem der bedeutendsten Treffen entlang der niederländischen und deutschen Nordseeküste entwickelt. 140 ehemalige Berufsschiffe versammelten sich 2015 im alten Hafen. Aus ihrem Versteck im Plytenberg kamen auch die „Eerdmanntjes“ vorsichtig hervor und mischten sich unter das Volk. Sie verteilten viele Tütchen Gummibären mit dem kleinen Spruch „Wir freuen uns, dass Ihr da seid“. So zauberten Sie vielen Gästen ein Lächeln ins Gesicht.

Ein Jahr später begannen die Frauen und Männer des „Schipper Klottje“ mit dem Aufbau des Museumshafen an’t Oever.

Im Zentrum der Altstadt entstand so eine ständige Rückschau auf den Ursprung der Reederei-Unternehmen in unserer Stadt. Dort liegen u. a. ein Opduiver, eine hölzerne Tjalk, der kleinste Schlepper Europas, ein Segel-Ewer für Gäste und ein Schlepper, von außen wie ein echter Dampfschlepper. Diese gehören dem „Schipper Klottje“, die anderen etwa 20 Traditions-Schiffe privaten Eignern.

Im Frühjahr, zum 1. Mai, ließen sie die ostfriesische Tradition, den Maiboom, wor’t am moisten is wieder auferstehen. Und auch hier wuchs die Zahl der Gäste, die am Hafen in den Mai feierten, von Jahr zu Jahr. Es sollte keine ausgelassene Feier werden, da waren sich alle einig vom „Schipper Klottje“, sie wollten gemeinsam Mailieder singen, unterstützt seit vielen Jahren vom „Bingumer Shanty Chor“… und in 2016 luden Sie einen Pastoren ein, der eine kleine plattdeutsche Andacht hielt und zum „gemeinsamen Singen“ ermunterte. So waren mehr als 500 Gäste zum „Maiboom, wor’t am moisten is“ gekommen.

Seit 1998 gestalten sie ihren Wiehnachtsmarkt achter d’ Waag – Menschen zusammen führen in der Vor-Weihnachtszeit ohne Kommerz“. Das ist ihr Leitfaden.

In 23 kleinen Häuschen, die den historischen Häusergiebeln in Leers Altstadt nachempfunden sind, werden überwiegend selbstgemachte Sachen angeboten. Natürlich dürfen Glühwein mit und ohne Schuss, Bratwurst, Fischbrötchen, selbstgekochte Bonbons und Gebäck nicht fehlen. Holzarbeiten, Schmuck aus Münzen gesägt, Tiffanyglas, Speckendicken, holländische “Poffertjes” und noch vieles mehr – immer wieder etwas anderes.

Und wenn es dunkel wird kommt der Weihnachtsmann mit seinen Helfern, den „Eerdmanntjes“, auf dem alten Schlepper “Bertus Freede“. Für jedes brave Kind hat er in seinem großen Sack ein kleines Geschenk dabei. Als Dank sagen die Kinder von der Bühne ein Gedicht auf, singen ein Liedchen oder sie spielen ein Lied auf einem Instrument vor.

Im Hintergrund die beleuchteten Schiffe im Museumshafen, auf der Bühne ein lebendiges Musikprogramm, abgestimmt auf Weihnachten.

Zum Abschluss am 4. Advent, erzählt eine Pastorin die Weihnachtsgeschichte. Dann wird zusammen mit dem „Bingumer Shanty Chor“ das letzte Lied angestimmt. Alle Umstehenden, Einheimische und Gäste von weit her, fassen sich bei der Hand und singen gemeinsam “Stille Nacht, heilige Nacht“.
Nun kann es Weihnachten werden in „LEER – Historische Altstadt“.

Leise, besinnlich, wo Menschen sich treffen und es sind weit mehr als tausend, ohne Kommerz und das beinahe Unglaubliche: Jedes Jahr werden von allen gemeinsam mehr als 30.000 Euro vom “Wiehnachtsmarkt achter d’ Waag” gespendet.

Ein christlicher Weihnachtsmarkt? Ja! So etwas, wie wir uns als Kinder Weihnachten vorgestellt haben, ein Weihnachtsmarkt mit Krippe und lebenden Tieren, Esel und Schaf und lebensgroßen Figuren der heiligen Familie….

LEER’s „Wiehnachtsmarkt achter d’Waag“