Nachtspaziergang am 24. SeptemberAm 24. September fand wieder der alljährliche Nachtspaziergang durch die Stadt Leer, organisiert vom Heimatverein Leer, statt.

Es ist immer wieder spannend, an dieser Zeitreise teilzunehmen. So sahen es auch mindestens 250 Besucher. In diesem Jahr führten die „Schienfattlooper“ Hinni und Jan durch die Stadt. Sie nahmen die Besucher auf ihre nächtliche Runde mit, um nach „üblen und bösen“ Gestalten zu suchen, denn es gab um das Jahr 1800 noch keine Laternen. Der Flecken Leer war dunkel. Sie führten die Beteiligten zur Hahneburg, zum damaligen Armenhaus (der heutigen Jugendherberge), weiter zur reformierten Kirche, weiter in Richtung Hafen. Dort auf der „Altje“ stand ein Matrose, der von dem Leid seines Kapitäns und dessen Frau erzählte. Sie hatten auf einer Schiffstour ihre Tochter Alina verloren und mussten sie in Dänemark beerdigen. Nun hatte er zu Hause einen Grabstein anfertigen lassen. Sie wollten am nächsten Tag auslaufen, um unter anderem den Grabstein auf das Grab ihrer Tochter zu legen. Aber zu allem Unglück dazu hatte der Grabstein viele Rechtschreibfehler und der Kapitän war ganz verzweifelt und deshalb noch nicht an Bord.

Begleitet wurde Karl Ahlerichs von Johanna Varner auf ihrem Cello. Die Musik passte sehr gut dazu, man fühlte mit dem Kapitän mit.

Ob diese Geschichte Seemannsgarn war oder nicht, das kann man nicht sagen. Der Grabstein wurde auf einem Dachboden in der Faldernstraße gefunden und kann im Heimatmuseum besichtigt werden.

Danach lud der Heimatverein in den Museumsgarten zu Speis, Trank und Musik ein.

Nachtspaziergang am 24. September